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Ursula
Kreutz im Gespräch mit Heinz Neidel
anlässlich der Ausstellungseröffnung am 04.03.07 in
St. Egidien:
Was bedeutet für Sie ganz persönlich Erinnerung ?
Erinnerung ist etwas das materiell nicht anwesend ist, doch
das wir alle in uns tragen und selbstaktiv reanimiert werden
kann. Im Idealfall kann sie Auslöser zu einem erweiterten
Bewusstsein ueber unser Leben sein und die Gegenwart bereichern.
Erinnerung fuehrt mich an das heran, was die materielle gegenwaertige
Welt auch beherrscht, nur wir sehen es nicht so deutlich. Gedankenbilder
haben keine sichtbare Form und veraendern sich staendig... es
ist kein Material in dem Sinne vorhanden, dass ich es haptisch
erfahren kann und doch ist die materielle Welt der gleichen
unabdingbaren Veraenderlichkeit unterworfen, nur langsamer...
Hier angemerkt sei ein wesentlicher Gedanke, der meine visuellen
Eindrücke des Begriffs der "Erinnerung" thematisiert
:
"Es scheint, als bleibt ein deutlicher Eindruck zurueck,
der sich seiner selbst nicht mehr sicher sein kann, weil die
Weichzeichnerlinse des realitaetsverwoehnten Auges, die Scharfeinstellung
verweigert."
Erinnerung ist fuer mich auch Sehnsucht und vergeblicher Versuch
den Augenblick zu konservieren. Es ist ein wesentlicher Parameter
menschlicher Existenz, der das Phänomen Zeit mit einschließt.
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